Hi, ich bin Anja...

Autorin & Bühnenfrau

Ich schreibe und spreche über das, was unter der Oberfläche wirkt. Über Erschöpfung, Wandel, Mut und über Ehrlichkeit.

Ich stehe auf Bühnen, schreibe Bücher und öffne Räume für Menschen, die bereit sind, sich selbst zuzuhören.

Hi, ich bin Anja...

Autorin & Bühnenfrau

Ich schreibe und spreche über das, was unter der Oberfläche wirkt. Über Erschöpfung, Wandel, Mut und über Ehrlichkeit.

Ich stehe auf Bühnen, schreibe Bücher und öffne Räume für Menschen, die bereit sind, sich selbst zuzuhören.

Anja Jahnke

Autorin

Dem Perfektionismus restlos verfallen, gab ich in meinem Beruf alles. Gleichzeitig quälte mich die Befürchtung, keine gute Mutter für meine drei Kinder zu sein, denn meine Ressourcen waren und sind begrenzt. Wie die eines jeden Menschen.

Obwohl mir immer wieder Zweifel kamen, ob ich mich nach dem Abitur für den richtigen Beruf entschieden habe, fühlte ich mich abhängig von der finanziellen Sicherheit, die das Beamtentum mit sich bringt. Um dennoch meinen Platz zu finden, wechselte ich häufig die Dienstorte und damit auch die Tätigkeitsfelder. Um Lob und Anerkennung für meine Arbeit zu erhalten, ging ich immer wieder an meine Grenzen und häufig sogar darüber hinaus.

Boots

Lange Zeit habe ich funktioniert. Habe Verantwortung getragen, Leistung gebracht, durchgezogen. Ich wollte nicht auffallen. Keine Schwäche zeigen. Ich war überzeugt: Das schaffe ich schon. 

Also zog ich die Boots an. Fest geschnürt, standhaft, belastbar. Eine Rolle, die mir Sicherheit gab. Und mich gleichzeitig immer weiter von mir selbst entfernte.

Warnsignale gab es. Körperlich. Emotional. Still und später immer lauter. Ich hörte sie und überhörte sie zugleich. Weil Aufgeben für mich keine Option war. Weil ich dachte, Stärke bedeute, weiterzumachen.

Maske

Irgendwann ging das nicht mehr. Mein Körper und meine Psyche zogen mir die Maske vom Gesicht. Nicht leise. Nicht vorsichtig. Sondern eindeutig. 

Erschöpfung. Depression. Überforderung. Das waren keine Etiketten mehr, das war mein Alltag. 

Und trotzdem war dieser Moment kein Scheitern. Er war ein Wendepunkt. 
Denn zum ersten Mal stellte ich mir nicht mehr die Frage: Wie halte ich das noch aus? 
Sondern: Wie will ich eigentlich leben? 

Barfuß

Ich begann zuzuhören. Mir selbst. Meinen Grenzen. Meinen Bedürfnissen. 
Ich traf Entscheidungen, die unbequem waren – aber ehrlich. 

Ich zog die Boots aus. Und stand plötzlich barfuß da. Unsicher. Verletzlich. Und erstaunlich klar. 

Barfuß zu gehen heißt für mich nicht, ungeschützt zu sein. Sondern den Boden wieder zu spüren. Mich selbst zu spüren. 

Dankbarkeit & Demut

Heute blicke ich auf diesen Weg mit Dankbarkeit. Nicht, weil er leicht war. 
Sondern, weil er mich gelehrt hat, zuzuhören – mir selbst und anderen. 

Demut heißt für mich nicht, leise zu werden. Sondern zu wissen, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte trägt. Und dass es ein Geschenk ist, wenn mir jemand Zeit schenkt, zuhört, innehält, sich berühren lässt. 

Diese Begegnungen  auf der Bühne, zwischen den Zeilen, im Gespräch – erinnern mich daran, warum ich tue, was ich tue. 

Heute

Heute stehe ich barfuß auf Bühnen. Nicht, weil es schön aussieht. Sondern, weil es sich richtig anfühlt. 

Ich lese. Ich erzähle. Ich halte Räume. 

Ich arbeite mit Sprache, Präsenz und Zwischenräumen. Mit Worten, die nicht erklären müssen, sondern wirken dürfen. 

Neben meiner Arbeit auf der Bühne schreibe ich Bücher: Romane, die von innerem Wandel erzählen. Ein Kinderbuch, das Gefühle sichtbar macht. Und unter einem Pseudonym auch Geschichten, die dunklere Räume betreten. 

All das gehört zu mir. Und all das darf nebeneinander existieren. 

Haltung

Ich bin nicht mehr die Frau, die ihr Leben „wieder in den Griff bekommen muss“. 

Ich bin eine Frau, die ihren Weg kennt – mit Stolz, Dankbarkeit und Demut. 

Und ich glaube daran, dass Veränderung dort beginnt, wo wir aufhören, uns selbst zu übergehen. 

Meine Bücher sind aus diesem Weg entstanden. Sie erzählen von Erschöpfung und Aufbruch, von innerem Wandel, Mut und dem Mut zur Ehrlichkeit. 

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